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Erdbeeren + Kartoffeln

    Heute ist der vorerst letzte Arbeitstag im Garten. Übermorgen beginnen wir mit unserem Umzug von Roßhaupten hierher. Dann ist erst mal Kistenschleppen angesagt. Ich freue mich schon darauf, endlich täglich im Garten sein zu können. Und sei es nur, um mich an seinem Anblick zu erfreuen.

    Von meiner Mutter habe ich 10 Erdbeerpflanzen bekommen, die sie den Sommer über in Kübeln auf ihrer Terrasse hatte. Sie kommen auf Beet 6, den Teil, der bis jetzt noch mit Vlies abgedeckt war. Rundherum liegen bereits die Teppiche, um den Wildwuchs zu unterdrücken.

    Erdbeeren auf Beet mit Teppichmulch

    In Beet 5 aus Altholz und Grasmulch setze ich insgesamt 24 Biokartoffeln in 4 Reihen á 6 Stück. Sie sind frisch gekauft, haben weder vorgezogene Keime noch habe ich sie anders behandelt. Ich setze sie in einem Abstand von ca. 40 cm etwa spatentief in den Mulch. Diese, im Herbst gelegten Kartoffeln, können ab dem Frühsommer im Folgejahr geerntet werden.

    Hügelbeet aus Mulch für Kartoffeln

    Auf dieser Fläche lag jetzt 3 Wochen der große Teppich. Als ich ihn um eine Länge nach unten ziehe, kommt wunderbarer Boden zum Vorschein, auf dem nur noch wenig verblasstes Gras liegt. Das lässt sich leicht abharken und Beet 7 ist geboren. Ideal für Kartoffeln, denn sie sind in ihrem Wuchs kräftig genug, um harten Boden aufzulockern. Warum also sollte ich das für sie erledigen? Mit dem Spaten steche ich ca. 25 cm tief in den Boden, biege den Spaten leicht nach hinten und lege eine Kartoffel in den so entstandenen Spalt. Ich ziehe den Spaten wieder heraus und die Kartoffel rutscht noch ein Stück tiefer. Ich trete die Erde wieder fest und die Kartoffel ist gelegt. So mache ich im Abstand von ca. 50 cm weiter, bis ich insgesamt 16 Kartoffeln in 4 Reihen á 4 Stück gelegt habe. Die Pflanzstelle markiere ich mit einem Stöckchen. Um das Beet ziehe ich eine Schnur, um es fürs Auge und gegen Tritt abzusichern.

    Flachbeet mit gelegten Kartoffeln

    Mit der Flächenkompostierung direkt auf den Beeten, will ich erst nach dem Winter beginnen, wenn die meisten Beete und Pflanzstellen angelegt sind. Jetzt stelle ich erst mal einen Komposter auf, in dem wir bis zum Frühjahr unseren Küchenkompost sammeln. Ich entscheide mich für ein geschlossenes System mit Lüftungsschlitzen, damit mir die (Wild-)Tiere den Kompost nicht verziehen.

    Die aufgeschichteten Totholzhaufen bieten im Herbst und Winter Kleintieren Unterschlupf.

    Im 20-Liter-Eimer wartet bereits fertige Brennesseljauche auf ihre Verwendung. Ich hatte sie bereits am 2. Gartentag im Juli angesetzt, als ich die ersten Brennesseln ausriss.

    Kompostplatz

    So sieht meine derzeitige Wasserversorgung aus. Die Eimer stelle ich unter die defekte, tropfende Dachrinne und bringe sie dann runter in den Garten. Die Kartons auf den Eimern verhindern, das Kleingetier und Insekten darin ertrinken. Für die Zukunft ist ein 1000-Liter-Tank geplant, in den das Rohr von der Dachrinne führt. Nächstes Jahr….

    Wasserversorgung mit Eimern

    Flächenkompostierung ist der Natur nachempfunden. Du kannst Deine Küchen- und Gartenabfälle zum Mulchen verwenden, sie verstreut auf die Beete werfen oder gezielt damit ein Rasen-/Wiesenstück dick bedecken, um es urbar zu machen. Es versteht sich von selbst, dass Du nur pflanzliche Abfälle in den Garten bringst. Die weitverbreitete Angst, sich Ratten und andere Aasfresser in den Garten (und ins Haus) zu holen, entsteht in der Hauptsache dadurch, dass tierische Abfälle in den Kompost verbracht werden.

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