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Aussaat in Vorkultur

Während sich auf den Fensterbänken vieler Gartenfreunde schon die ersten Pflänzchen zur Sonne neigen, habe ich heute mit der ersten Aussaat in Vorkultur begonnen. Hier an den Bergen brauchen wir nicht so zeitig mit der Vorkultur beginnen – die Vegetation setzt hier später ein als in anderen Teilen Deutschlands. Unsere vorgezogenen Pflanzen kommen vom Haus direkt in den Garten, weshalb wir ausschließlich Saaten verwenden, die freilandtauglich sind. Das gilt übrigens auch für Tomaten.

Einige Kräuter- und Tomatensamen dürfen jetzt die Wärme in unserer nach Süden ausgerichteten Küche genießen. Mal sehen, wie ihnen das gefällt. Die anderen Saaten dagegen stehen im Wirtschaftsraum an der Nordseite. Er ist kühler als unsere Wohnräume und wer es nicht ganz so warm und hell für die Keimung benötigt, wird hier untergebracht.

Zur Aussaat kamen heute folgende Kräuter vom Samenfritze:

  • Thymian
  • Sandthymian
  • Oregano
  • Wermut
  • Anis-Riesenysop
  • Bergbohnenkraut
  • Zitronenmelisse

Diese Kräuter sind nicht nur wohlriechend sondern bieten mit ihrer Blütenpracht Nahrung für unsere geflügelten Freunde, wie Bienen, Hummeln, Wespen, Schwebfliegen und Schmetterlinge. Thymian und Bergbohnenkraut kommen später zwischen die Bohnen, die sie so frei von Läusen halten sollen. Wermut schützt vor Säulenrost an den Beerensträuchern und den Porree vor der Lauchmotte.

Sechs Samentüten von Samenfritze

Weiterhin ausgesät habe ich:

  • Porree
  • Ringelblumen (die erste Hälfte der im Vorjahr gesammelten Samen)
  • Alyssum (Königsteppich)
  • Schleifenblumen (Iberis, Feen-Mischung)
  • Zwergmargeriten (weiß)

Die drei letztgenannten Blumensamen sind ein Relikt aus den 90er Jahren, noch mit DM ausgezeichnet. Wolfgang hat sie in seiner alten Garage gefunden. Die Samen sind auf Quick-Sticks aufgebracht, die das Aussäen leicht machen. Du kannst sie auf dem Beitragsbild an den Pappsticks erkennen, die aus der Erde ragen. Ich bin doch sehr gespannt, ob die Saat dieser gut 25 Jahre alten Packungen aufgeht.

Quick-Sticks Vorkultur mit Stäbchen

Update 06.04.2019

Die uralten Saaten von Alyssum, Schleifenblumen und Zwergmargeriten sind nicht aufgegangen. Mit 25 Jahren haben sie eindeutig ihr Verfallsdatum überschritten.


Für unseren Permakulturgarten habe ich mich für freilandtaugliche Tomatensorten entschieden. Wir haben kein Gewächshaus und wollen auch keine Dächer oder Folienhauben über die Tomaten setzen. Am liebsten mögen wir die kleinen Tomaten, die mit einem Happs im Mund verschwinden. Beim Samenfritze habe ich folgende 3 Sorten bestellt:

  • Gold Rush, eine erbsengroße gelbe Tomate, die als Wildwuchs an Zäunen stehen kann und etwa 2 Meter hoch wird,
  • Floradade, eine rote Cocktailtomate für den Freilandanbau an Stäben, die zwischen 1,20 und 1,80 Meter hoch wird und
  • Principe Borghese, eine kleine ovale, mundgerechte Tomate, die mit 2 – 3 Trieben über 2 Meter hoch werden kann.
Drei Tüten mit Tomatensamen von Samenfritze
Minigewächshaus mit Tomatensamen in Vorkultur

Update 06.04.2019

Die Tomatensamen sind fast alle aufgegangen. Von den jungen Pflänzchen haben es allerdings nicht alle geschafft, größer zu werden. Die klimatischen Verhältnisse um diese Jahreszeit von Licht und Temperatur sind einfach noch nicht stabil genug in unserer Wohnung und auf dem Balkon. Bis hierher geschafft haben es:

3 x Gold Rush, 8 x Principe Borghese, 2 x Floradade, 10 x Cherrytomate

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