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Nistkasten + Flächenkompostierung

Während auf der Alpe Beichelstein der Schnee fast vollständig von den Alpwiesen verschwunden ist, dauert es bei uns unten ein bisschen länger.

Blick von der Alpe Beichelstein ins Tal. Im Hintergrund die Berge.

Die Koppeln sind immer noch weiß, doch unsere kleine Oase mittendrin ist tatsächlich schneefrei. Es macht Spaß, endlich im Garten zu arbeiten. Jetzt wird es auch Zeit, die vom Sturm gebeutelte Wasserleitung instand zu setzen. Für morgen Abend ist Regen angesagt und es wäre gut, ein bisschen Wasser im Garten zu haben.

Kaputte Dachrinne

Die Wasserleitung ist jetzt kürzer als vorher, da wir unter den Bäumen unseren Sitzplatz anlegen wollen. Im letzten Sommer haben wir gemerkt, dass dies der schönste und beste Platz im ganzen Garten ist. Das dichte Blätterdach sorgt für natürlichen Schatten und es ist längst nicht so heiß wie unter einem Sonnenschirm. Wir wollten erst mal eine Saison verschiedene Plätze im Garten austesten, bevor wir uns die Arbeit der Gestaltung machen. Es wäre doch ziemlich frustrierend wenn sich herausstellt, dass es nicht der richtige Platz ist.

Solange noch kein 1000-Liter-Tank da ist, verwende ich Mörtelwannen. Sie sind so hintereinander angeordnet, dass die obere Wanne in die darunter stehende überläuft. Zwischendurch fülle ich das Wasser in Eimer ab, damit sich die Wannen wieder füllen können. Das System hat sich schon letztes Jahr bewährt.

Saniertes Wasserleitungssystem im Garten

So sah es im letzten Sommer aus…

Eimer mit Wasser

Unser Freund Claus-Peter hat uns im vergangenen Jahr einen selbstgebauten Nistkasten für Meisen, Sperlinge, Kleiber und Schnepper mitgebracht. Heute hat der Nistkasten seinen Platz an einem alten Baumstamm bekommen. Er hängt in 3 m Höhe, die Haustüre zeigt nach Ost/Südost.

Leiter steht am Baum im Garten

Wir sind gespannt, ob die Piepmätze lesen können und bald einziehen.

Ein Nistkasten für Meisen hängt in einem Baum

Auf Beet 1 treibt der Spinat vom Herbst bereits wieder aus.

Spinat wächst im Garten

Über den Winter haben wir unsere pflanzlichen Küchenabfälle und Eierschalen in einem Kompostsilo gesammelt. Ich wollte erst die meisten Beete angelegt haben, bevor ich mit der Flächenkompostierung anfange.

Heute ging es dem Kompost also endlich an den Kragen. Als ich den Behälter ausgekippt habe, war ich erstaunt, dass sich überhaupt keine Tiere im Kompost befanden. Keine Wühlmaus (auch kein Gang darunter), kein Wurm. Ist es noch zu früh dafür? Oder war er einfach zu nass? Oder geht die Zersetzung erst im Frühjahr los? Früher hatte ich immer Komposthaufen, da war aber auch im Winter immer irgendein Leben drin.

Wie machst Du das eigentlich mit den Eierschalen? Ganz lassen oder zerbröseln?

Komposthaufen
Komposthaufen

Den Kompost im ganzen Garten einfach so verteilen, hat schon was Befreiendes. Wie Barfußlaufen! Während ich so die guten Sachen durch die Gegend werfe, kommt mir der Gedanke, dass ich damit vielleicht die Schäden durch Wühlmäuse etwas begrenzen kann. Denn bisher mussten sie ja an die Pflanzen und Wurzeln gehen, da der Kompost im Thermokomposter eingesperrt war. Oder ist mein Gedanke abwegig? Mal schauen, wie sich das mit den Mäuschen über´s Jahr so entwickelt.

Kompost verteilt auf den Beeten
Beet 7 mit den im Herbst gelegten Kartoffeln
Kompost verteilt auf den Beeten
Beet 8 + 10
Kompost verteilt auf den Beeten
Beet 8 + 10 aus anderer Sicht
Kompost verteilt auf den Beeten
Beet 2

Ein Tagpfauenauge hat die Blüten des Ackerehrenpreises entdeckt. Ein paar Bienen waren auch schon unterwegs und einen Wurm hab ich geweckt, aber er wollte sich mir nicht vorstellen.

Tagpfauenauge im Ackerehrenpreis

4 Gedanken zu „Nistkasten + Flächenkompostierung“

  1. Ein großer Wassertank ist schon sehr wichtig, meinen lasse ich vor dem Winter immer leer laufen, gestern habe ich den Wasserhahn wieder verschlossen und hoffe auf Regen 🙂
    Die Eierschalen brösel ich immer ziemlich klein, sonst zersetzen die sich so gut wie gar nicht, dauert ewig lange .

    LG. C-P

  2. Interessanter Blog. Habe mir auch einen Garten gekauft. Der lag 1 Jahr brach. Dadurch kann ich gut mit dem Permaprinzip einsteigen. Allerdings so viele Fragen und Arbeit… Bisher ist bei mir eigentlich an Beeten alles voll mit Altlaub und “Unkraut”. Habe schon viel altes, vetrocketnetes Gras gesammelt. Kann ich jetzt direkt Samen einpflanzen und dann das Laub bzw. Altgras drüberstreuen? Oder muss ich noch extra düngen mit Mulch?

    1. Hi Oli,
      Glückwunsch zum eigenen Garten. Hast Du den Garten schon mal gesehen, als er noch bewirtschaftet wurde? Wenn nicht, wird es richtig interessant für Dich, denn ab jetzt wird sich zeigen, was noch alles in Deinem Garten von alleine aus der Erde kommt.
      Zu Deiner Frage: Wenn Du säen möchtest, ziehst Du das Altlaub beiseite und harkst das Wildkraut raus. Die Samen legst Du entsprechend der Anleitung auf der Tüte aus oder bringst sie gemischt mit anderen Samen (Mischkultur), die die gleichen Saatvoraussetzungen haben, in Reihen oder breitwürfig auf das Beet. Dann deckst Du das Beet nur ganz dünn mit dem Laub-/Grasgemisch zu, damit die Samen einerseits gut durchkommen und andererseits die Erdoberfläche nicht austrocknet. Ob Du die Saat angießt oder der Natur ihren Lauf lässt, bleibt Dir überlassen. Saaten, die ich von Februar bis April ausbringe, werden von mir nicht angegossen. Das sollen Regen und Schnee erledigen.
      Extra düngen würde ich erst mal nicht – der Boden sollte eigentlich erholt sein. Du kannst aber jetzt schon damit beginnen, Deine Küchenabfälle überall dort zu verteilen, wo sich noch keine Saat befindet.
      Viel Spaß in Deinem Garten und danke, dass Dir unser Blog gefällt
      Schöne Grüße
      Eva

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