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Stauden + Erster Schnee

    Für heute bekam ich die Einladung, unsere ehemaligen Hausmitbewohner in Roßhaupten zu besuchen. Ihr Garten hat uns schon immer fasziniert, denn wir schauten, zwei Stockwerke höher, immer auf die bunten Stauden und die harmonische Anordnung der Beete. Ingrid und Willi wollen jetzt ihren Garten winterfest machen und haben mir viele Ableger ihrer Pflanzen versprochen.

    Überglücklich mit dem gut gefüllten Auto komme ich nach Hause und bringe die Beute geradewegs in den Garten. Die Pflanzaktion ist gerade noch rechtzeitig, denn für die kommende Nacht ist der erste Schnee gemeldet. Das habe ich alles mitgebracht:

    • 6 Herbstanemonen
    • 5 weiße Schleifenblumen
    • 4 Büschel Traubenhyazinthen
    • 4 Frauenmantel
    • 4 roter Knöterich
    • 4 Japanseggen
    • 3 gelbblühende Bodendecker (?)
    • 2 Borretsch
    • 1 Zitronenmelisse
    • 1 Mutterkraut
    • 1 hohe Lilie (?)
    • 1 Sonnenauge
    • 1 hoher Gelbblüher (?)
    • 1 Pfingstrose
    • 1 Nelke, niedrig, rot
    • 1 Phlox

    Ich pflanze alles zwischen die anderen Stauden in den Mulch und hoffe, sie haben noch genügend Zeit anzuwachsen, bevor der Winter endgültig den Garten in ein weißes Kleid hüllt.

    Von den aufgegangenen Salatpflänzchen aus Beet 6, bringe ich 4 Stück in Pflanzkästen unter und stelle sie auf den Balkon. Dort stehen sie geschützt und können später, bevor der Dauerfrost einsetzt, geerntet werden.

    Kopfsalat im Blumenkasten

    Pappe ist ein hervorragendes Mulchmaterial, um ein Stück Wiese ganz ohne mein Zutun urbar zu machen. Daher lege ich unsere Umzugskartons übereinanderlappend aus. Das Packband habe ich vorher entfernt, da es nicht verrottet. Mit Steinplatten und der Gartenliege beschwert, bleiben sie so über den Winter liegen. So entsteht Beet 10, das letzte für dieses Jahr.

    Pappe liegt im Garten als Mulch aus neben den bunten Stauden

    Wir haben einen schönen Balkon mit einem langen Geländer, ausgerichtet nach Süden (hier am späten Nachmittag aufgenommen). Wir überlegen, wie wir im nächsten Jahr das Geländer am nettesten und ohne große Anschaffungskosten begrünen können. Da fällt mir eine Anzeige ins Auge: “Geranien mit Blumenkästen zu verschenken”. Wir machen uns mit Auto und Pferdeanhänger auf den Weg, denn wir sind gewarnt worden, dass es mehrere Kästen sind. Insgeheim hoffe ich das natürlich, denn unser Balkongeländer misst ca. 10 Meter!

    Unser Balkon

    Es sind insgesamt 13 Kästen, 80 und 100 cm lang, vollgepackt mit rosa und roten Geranien. Wow! Die hätten wir wirklich nicht alle ins Auto bekommen. Zuhause angekommen, schneide ich sofort alle zurück und bringe sie in der Garage entlang der Wände unter. Hier dürfen sie den Winter verbringen.

    Geranien überwintern in der Garage
    Geranien überwintern in der Garage

    Auch alle Geranien und die einzelne Begonie aus dem Garten, grabe ich noch rechtzeitig vor dem Schnee aus, schneide sie zurück und gebe sie in Zeitungspapier eingewickelt in Kartons. Sie stehen ebenfalls in der Garage unter der Werkbank.

    Geranien überwintern in der Garage

    Ob und wie sich die Geranien im kommenden Jahr entwickeln, wird sich zeigen. Die Aktion hat sich auf jeden Fall gelohnt, schon allein wegen der Blumenkästen. Und natürlich wäre es toll, wenn die Pflanzen auch bei uns weiterhin blühen würden.

    Und mit diesem Bild geht unser Garten in die verdiente Winterruhe.

    Winter im Garten mit ganz viel Schnee

    Es lohnt sich, öfter mal die örtlichen Kleinanzeigen zu durchforsten. Vieles an Pflanzen, Gerätschaften und Zubehör, bekommt man geschenkt oder für kleines Geld. Auf diese Weise haben wir in dieser kurzen Zeit schon komplett kostenlos Pflanzkästen, Blumentöpfe, Pflanzen, Gitter, 25 qm Stallmatten für den Paddock unseres Ponys und Dachrinnen bekommen

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